Modul 9 – Kommunikation und Zusammenarbeit
Warum inklusive Kommunikation wichtig ist
Barrieren
Moderatorinnen und Moderatoren
Crucial Conversations Modell
Entwickelt von Patterson, Grenny, McMillan und Switzler im Jahr 2002, behandelt Dialoge, bei denen die Meinungen auseinandergehen, die Einsätze hoch und die Emotionen stark sind:
Konzentrieren Sie sich auf das, was Sie wirklich wollen (z. B. gegenseitigen Respekt und wirksame Inklusion).
Erkenne, wenn die Sicherheit zusammenbricht (Schweigen oder Gewalt), und stelle sie wieder her, indem du sie wieder sicher machst.
Um Vertrauen in Gespräche über Behinderungen wiederherzustellen, nutzen Sie kontrastierende Aussagen (“Ich möchte nicht X implizieren; ich möchte Y”).
Trennen Sie Fakten von emotionalen Interpretationen, um Abwehrhaltung zu vermeiden.
Teile Fakten, erzähle deine Geschichte, frage nach den Wegen anderer, sprich zögerlich, ermutige zum Ausprobieren.
Fragen, Spiegeln, Paraphrasieren, um verborgene Bedenken bezüglich Unterkünften aufzudecken.
Legen Sie fest, wer was bis wann erledigt, insbesondere im Hinblick auf die Überprüfung von Inklusionsverpflichtungen.
Die Personalabteilung kann es nutzen, um sensible Themen wie angemessene Vorkehrungen zu besprechen, ohne Führungskräfte oder Mitarbeiter zu verärgern.
Weitere Kommunikations theorien, die angewendet werden können, sind Universal Design for Learning (UDL), multimodale Kommunikation und inklusive Kollaborationsmodi.
Universelles Design für das Lernen (UDL)
UDL liefert Richtlinien für flexibles Lernen und Zusammenarbeit, die für alle Fähigkeiten funktionieren:
Prinzip | Kernidee | Bewerbung in der Personalkooperation |
Vielfältige Möglichkeiten des Engagements | Motivieren durch Wahl und Relevanz. | Bieten Sie abwechslungsreiche Formate für Teambesprechungen an (z.B. Untertitel, visuelle Elemente), um behinderte Teilnehmende einzubeziehen. |
Vielfältige Darstellungsmöglichkeiten | Präsentieren Sie Informationen auf vielfältige Weise. | Nutzen Sie Text, Audio und Video für Schulungen und Kommunikation zur Barrierefreiheit. |
Vielfältige Handlungsmöglichkeiten & Ausdrucksformen | Ermöglichen Sie vielfältige Antwortmöglichkeiten. | Aktivieren Sie Tipp-, Sprech- oder Zeichen-Feedback in Workshops. |
Multimodale Kommunikation
Unterstützt inklusive Interaktion durch die Kombination von auf Behinderungen zugeschnittenen Kanälen (gesprochen, geschrieben, visuell, Gestik):
Inklusive Kollaborationsmodi
Aus skandinavischer Forschung zur Lehre mit heterogenen Gruppen, adaptierbar für HR-Teams:
Diese Theorien machen die Kommunikation praktisch und behindertengerecht und verbessern so die Einbindung von Modulen in reale HR-Szenarien.
Kommunikation konzentriert sich auf den Austausch von Informationen, Ideen oder Anweisungen zwischen Einzelpersonen oder Gruppen, oft einseitig oder zweiseitig, um Klarheit und Abstimmung zu gewährleisten.
Zusammenarbeit baut auf Kommunikation auf, indem es gemeinsames Handeln auf ein gemeinsames Ziel beinhaltet, bei dem die Teilnehmer aktiv Fähigkeiten einbringen, verhandeln und Ergebnisse gemeinsam schaffen.
Schlüsselunterschiede
Aspekt | Kommunikation | Zusammenarbeit |
Zweck | Informieren, klären, aktualisieren (z. B. per E-Mail über Richtlinienänderungen). | Gemeinsam gestalten, Probleme lösen (z. B. ein Team entwirft ein barrierefreies Onboarding). |
Interaktion | Kann unilateral oder dialogbasiert sein; kein gemeinsamer Output erforderlich. | Interaktiv und voneinander abhängig; erfordert gegenseitiges Engagement. |
Werkzeuge | E-Mails, Memos, Anrufe. | Gemeinsame Dokumente, Projektübersichten, Echtzeit-Bearbeitungsplattformen. |
Ergebnis | Verständnis oder Bewusstsein. | Greifbare Ergebnisse wie gemeinsame Liefergegenstände oder Innovationen. |
Der institutionelle Rahmen für die Inklusion von Menschen mit Behinderungen (DIIF) zeichnet sich als umfassendes, evidenzbasiertes Modell aus, das speziell für die Verankerung der Zusammenarbeit in Teams entwickelt wurde umreißt 12 miteinander verbundene Themen wie geteilte Führung, klare Kommunikation und die Berücksichtigung der Stimmen von Mitarbeitern/Studenten mit Behinderungen im Co-Design.
Kernbestandteile des DIIF
Rahmenwerk | Ausstellende Stelle | Schlüsselaspekt der Zusammenarbeit |
UN-Strategie zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen (UNDIS) | Vereinte Nationen | Koordinierung von über 60 Gremien durch Indikatoren für Führung, Programmierung und Rechenschaftspflicht; Verpflichtung zu gemeinsamen nationalen Programmen mit Organisationen für Menschen mit Behinderungen. |
Strategischer operativer Rahmen 2020–2025 | UN-Partnerschaft für die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UNPRPD) | Finanziert gemeinsame Programme von Interessengruppen an der Umsetzung der BRK, indem Behinderungen durch gemeinsame Basisdaten und Überwachung in Entwicklungspläne integriert werden. |
RICS Rahmenwerk zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen | Königliche Institution der Chartered Surveyors | Von der Personalabteilung geleitete Arbeitsgruppen mit operativen Interessenvertretern zur Einführung von Richtlinien, angemessenen Vorkehrungen und Aktionsplänen für Führungskräfte. |
Als HR wenden Sie Kooperationsmethoden an, um die Kommunikation zu erweitern durch:
Diese Methoden verwandeln Dialog in umsetzbare Teamarbeit und stellen sicher, dass behinderte Mitarbeiter gleichermaßen zu Verbesserungen am Arbeitsplatz beitragen.
Wie mache ich das?
Funktionsübergreifende Arbeitsgruppen
Mitarbeiterressourcengruppen (ERGs)
Gemeinschaftliche Partnerschaften
Personenzentrierte Co-Gestaltung
Inklusive Workshop-Formate
Anleitung: Denken Sie an eine Maßnahme, die Sie morgen ergreifen können, um Ihre Kommunikation inklusiver zu gestalten.
Schreiben Sie es in Ihre Notizen oder teilen Sie es mit einem Kollegen.
Aktivität 1: Beobachten und Reflektieren – Kommunikation in Ihrem Team
Aktivitätsaufforderung:
Denken Sie darüber nach, wie Ihr aktuelles Team täglich kommuniziert. Achten Sie darauf, wo die Kommunikation gut funktioniert und wo einige Leute ausgeschlossen werden könnten. Diese Aktivität hilft Ihnen, das Gelernte über inklusive Kommunikation mit Ihrer tatsächlichen Arbeit zu verbinden.
Reflexionsfragen oder Aufgaben:
Geschätzte Zeit8 Minuten
Format-Erinnerung: Schreiben Sie Ihre Gedanken in Ihre persönlichen Notizen, ein Tagebuch oder einen digitalen Arbeitsbereich..
Aktivität 2: Planen Sie ein inklusives Meeting oder eine Kollaboration
Aktivitätsaufforderung:
Wenden Sie das Gelernte an, indem Sie ein kurzes Teambesprechung oder eine kollaborative Aufgabe planen. Ziel ist es, diese für Personen mit unterschiedlichen Kommunikationsbedürfnissen, -stilen oder Komfortstufen inklusiv zu gestalten.
Reflexionsfragen oder Aufgaben:
Geschätzte Zeit: 10 Minuten
Format-Erinnerung: Schreiben Sie Ihre Antworten in Ihre Notizen oder verwenden Sie das Planungstool Ihrer Organisation, um Ihre Ideen zu dokumentieren.
Nachdem Sie nun die Fallstudie gelesen haben, nehmen Sie sich bitte einen Moment Zeit, um über Folgendes nachzudenken:
Geschätzte Zeit: 5–7 Minuten
Schreiben Sie Ihre Gedanken in Ihre Notizen oder Ihr Lerntagebuch.
Titel | Typ | Link | Es ist nützlich, weil... |
Gesetz Nr. 4/2019 – Beschäftigungsquote für Menschen mit Behinderungen | Offizielle portugiesische Gesetzgebung | Legt die obligatorische Beschäftigungsquote für Menschen mit Behinderungen in mittleren und großen Unternehmen in Portugal fest. Relevant für das Verständnis nationaler rechtlicher Verpflichtungen und Anreize. | |
Toolkit: “Arbeitgeber-Handbuch zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen” | Europäisches Behindertenforum (EDF) | Bietet Schritt-für-Schritt-Strategien, Fallbeispiele und Checklisten für Arbeitgeber zu integrativen Praktiken, Leistungsmanagement und Arbeitsplatzanpassungen. | |
Video: “Mitarbeiter mit Behinderungen am Arbeitsplatz unterstützen” | Culture Shift YouTube-Seite | Ein prägnantes und ansprechendes Video mit praktischen Ratschlägen für Führungskräfte und HR-Profis zur Unterstützung und Stärkung von Mitarbeitern mit Behinderungen. | |
ILO – “Förderung von Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen: Quoten, Abgaben und nationale Politiken | Internationale Arbeitsorganisation (IAO) | Ein Praxisbericht, der internationale Best Practices untersucht, mit relevanten Beispielen aus europäischen Ländern. Behandelt Unterkünfte, Antidiskriminierungsrichtlinien und Überwachungsinstrumente. | |
Europäische Leitlinien zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen | Europäische Kommission – Generaldirektion Beschäftigung, Soziales und Inklusion | Diese Ressource bietet Anleitungen zu integrativen Beschäftigungspraktiken, mit spezifischen Hinweisen zur Unterstützung von Mitarbeitern mit Behinderungen, zur Anpassung des Arbeitsplatzes und zu Rahmenrichtlinien. |
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